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Kategorie: Voll das Leben

Kleine Fluchten

Manchmal muss man einfach abhauen. Den Alltag hinter sich lassen und sich an einen Ort begeben, an dem die Akkus wieder aufladen können. Dieser Ort…

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Das Marmeladenglasdilemma

Jeder, der von einem Angestelltenverhältnis in die Freiberuflichkeit wechselt, weiß, dass es etwas ganz und gar anderes ist, nur noch für sich selbst und die eigenen Aufträge zu arbeiten. Klar – es gibt auch als Freie den ein oder anderen Auftrag, den man in der Rückschau lieber nicht angenommen hätte. Aber aus solchen Erfahrungen lernt man. Und hin und wieder, meistens dann, wenn man sich um Abrechnungen, den Steuerberater oder Akquise kümmern muss, flucht man auch mal leise vor sich hin und wünscht sich kurz zurück in ein geregeltes Angestelltenverhältnis. Aber auch wenn ich das hin und wieder vermisse, so gibt es doch (mindestens) eine Sache, auf die ich ganz und gar verzichten kann: die wöchentlichen Teamsitzungen. Denn, mal ehrlich, mit Team hat so etwas meistens wenig zu tun. Vielmehr verfallen die MitarbeiterInnen in einen mehr oder weniger angenehmen Halbschlaf, während die Vorgesetzten das machen, was sie meistens am Besten können: von sich selbst sprechen. Und rückt doch einmal ein anderes Detail in den Fokus ihrer Aufmerksamkeit, so wird daraus meist ein unfreiwillig komischer Selbstläufer. In etwa so:

Montag Morgen. Teambesprechung. Ort des Geschehens: Ein Besprechungszimmer, das an eine Küche angrenzt.

Teilnehmer: Chef, Ausbilder, Hausmeister, Vorzimmerdame, Techniker, Strategischer Manager und Bufdi.

Vor der Besprechung will der Chef eine Flasche Mineralwasser aus dem Kühlschrank holen. Dabei wurde ein besonders schwerwiegender Verstoß gegen Ordnung und Sauberkeit festgestellt.

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Alexa ist da!

Ich muss es zugeben: ich liebe technischen Schnickschnack. Als Kind der 80er bin ich noch mit Kassetten aufgewachsen (sehr zu empfehlen:Wir Kassettenkinder: Eine Liebeserklärung an die Achtziger gelesen von Christoph Maria Herbst) und weiß auch noch, welche Mühsal (und welcher Liebesbeweis) mit dem Erstellen eines Mixed Tapes verbunden war.

Meine eigenen Kinder können gar nicht mehr nachvollziehen, warum ich beim Anblick eines Bleistifts zusammenzucke…Stundenlang habe ich damals versucht, den Kabelsalat wieder aufzudröseln, nur um dann feststellen zu müssen, dass die Kassette leiert. Mit den 90ern hielten dann auch verschiedene technische Errungenschaften bei uns Einzug. Ein CD-Player war damals noch ein so großes Weihnachtsgeschenk, dass es sonst, außer einer Genesis-CD, nichts weitergab. Und trotzdem habe ich mich gefreut wie ein Schnitzel!

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Warm, Wärmer, Wärmebild

Meine Küche war mal ein gemütlicher Ort. Wir sind sowieso alle Küchenmenschen und halten uns am liebsten in der Küche auf. Hier findet (fast) unser ganzes Familienleben statt. Zwischen Kochtöpfen, Geschirr und Kaffeemaschine wird gekocht, gelacht und diskutiert.

Sogar einen Schwedenofen haben wir uns im Schweiße unseres Angesichts reingestellt. Das war mal eine Aktion. Der Kamin war zwar da, aber kein Anschluss. Also musste erstmal ein Loch in den Kamin gestemmt werden, der Anschluss reingebastelt und dann haben wir die Daumen gedrückt, dass der Schornsteinfeger uns das Ganze auch abnimmt. Hat er. Problemlos. Hat sogar unseren Kaminanschluss gelobt. Es folgten lange und gemütliche Abende mit Rotwein, gutem Essen, guten Freunden und einem gemütlich prasselnden Feuer im Kamin.

Und dann kam Krümel. Unser Krümel ist jetzt 13 Monate alt und hat vor zwei Monaten angefangen zu laufen. Mit sieben Monaten ist er gekrabbelt und hat sich weitere zwei Monate später an allem und jedem hoch gezogen. Also wurde die Wohnung kindersicher gemacht und der Schwedenofen stillgelegt. Ich weiß, ich weiß, es gibt Kamingitter. Diese können wahlweise dazu benutzt werden den Ofen ein- und die die Kinder auszusperren oder einen großen Laufstall für die Kleinen zu basteln. Das Problem mit dem Gitter ist nur: wir könnten das schon um den Ofen rum bauen. Nur könnten wir uns dann nicht mehr bewegen. Der Sicherheitsabstand würde nämlich ziemlich genau an unseren Küchenstühlen enden. Somit müssten wir entweder lernen zu fliegen oder einen Hindernislauf auf dem Weg zur Kaffeemaschine hinlegen.

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