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Kategorie: Soziales und Politik

Berg Fidel

In der bayerischen Bildungslandschaft wird derzeit mit erbitterter Verbissenheit um das Wohl der Kinder im Freistaat gestritten. Der Kern der Diskussion dreht sich um die drängende Frage, ob G8 oder G9 die Kinder zum wahren Glück führen soll.

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Inauguration Day 2017

Nun also ist es soweit. Was lange Zeit niemand für möglich gehalten hat, geschieht heute tatsächlich. Donald Trump zieht als 45. Präsident ins Weiße Haus ein. Obwohl mehrere Hunderttausende Menschen zur offiziellen Amtseinführung erwartet werden, ist diese Menschenmenge doch verhältnismäßig gering im Vergleich zu Obamas Amtsantritt. Hillary Clinton beweist Größe und wird dem neuen Präsidenten ihren Respekt erweisen und dem feierlichen Festakt beiwohnen. Diese Größe wäre anders herum wohl nicht zu erwarten gewesen.

Der wohl unbeliebteste Präsident der USA hat daher auch bereits am Tag nach seinem Amtsantritt den Gegenwind von mehrere Hunderttausenden Protestierenden zu erwarten Nicht nur in Washington, sondern auch in mehreren anderen US-Städten sind Protestmärsche geplant. Die Themen sind ebenso vielfältig, wie die bisherigen verbalen Entgleisungen Trumps.

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Einmal Teilzeit und zurück

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles hat Anfang des Jahres einen Gesetzentwurf vorgelegt, der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern die Möglichkeit eröffnen soll, von einer Teilzeitbeschäftigung wieder zurück zum Vollzeitmodell zu wechseln. Bislang besteht diese Möglichkeit lediglich in die eine Richtung. Heißt, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können zwar Teilzeit beantragen und diesem Antrag ist auch zu entsprechen, sofern dringende betriebliche Erfordernisse dem nicht entgegenstehen. Eine Rückkehr in die Vollzeitbeschäftigung ist jedoch nicht garantiert.

Da besonders viele Frauen einer Teilzeitbeschäftigung nachgehen, verspricht sich Andrea Nahles von diesem Modell eine Verbesserung der Arbeitssituation vor allem für weibliche Beschäftigte.  Der Koalitionsvertrag der aktuellen Regierung wollte und will auch genau dies erreichen: nämlich eine freie Einteilung der Arbeitszeit, mehr Selbstbestimmung und mehr Vereinbarkeit zwischen Beruf und Familie. Edle Ziele, unbestritten. Die Frage ist nur, ob der Weg hin zu mehr Selbstbestimmung und zu einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf (neudeutsch auch Work-Life-Balance genannt) tatsächlich über eine Veränderung des Teilzeit- und Befristungsgesetz führt.

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Sanktionsfrei

Soziale Gerechtigkeit ist eines meiner Lieblingsthemen. Ich denke, dass die Welt ein besserer Ort wäre, wenn sich eine Chancengerechtigkeit ( zum Weiterlesen und Nachdenken: Ökonomie für den Menschen: Wege zu Gerechtigkeit und Solidarität in der Marktwirtschaft ) für alle Menschen ergeben würde. Der Weg dorthin ist weit und führt, wie so oft, über kleine Schritte zum Ziel.

Ein kleiner Schritt, der das Potential hat, zu einem ganz Großen zu werden, ist das mutige Crowdfundingprojekt Sanktionsfrei.

Ein kleines, aber feines Berliner Team hat es sich zur Aufgabe gemacht, ein Zeichen gegen die Willkür in deutschen Jobcentern und für die Wahrung der Menschenwürde zu setzen. Die ehemalige Jobcenter Mitarbeiterin Inge Hannemann und das Team rund um Michael Bohmeyer unterstützen Menschen im ALG II Bezug, landläufig Hartz IV genannt, bei der Durchsetzung ihrer Ansprüche. Der Grundgedanke von Hartz IV war einst „fordern und fördern“. Dieser Anspruch wurde jedoch im Laufe der Jahre pervertiert und mit Füßen getreten. Ein Leben am sogenannten soziokulturellen Existenzminimum bedeutet nicht nur ein Leben am Rande der Gesellschaft, sondern auch die Entmündigung und Bevormundung durch die Sachbearbeiter im Jobcenter. Dies kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass die ohnehin schon sehr knapp bemessenen Leistungen auch noch gekürzt werden.

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Freiheit – zum Zweiten

Während ich das hier schreibe, läuft im Hintergrund Bayern 2 mit aktuellen Berichten zu einem Terroranschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin. 12 Menschen mussten in dieser Nacht ihr Leben lassen. Dutzende sind schwer verletzt, traumatisiert oder auf andere Art und Weise versehrt worden.

Es erscheint mir wie ein makabres Dejavu…Erst vor ein paar Monaten haben wir entsetzt nach Nizza geblickt. Als auch hier ein LKW in eine friedlich feiernde Menschenmenge gerast ist.

Gerhard Lahr – Berlyn East Side Gallery Berlin

Heute jedoch trifft es uns selbst. Mitten in Berlin, die Stadt, die spätestens seit der Wende vielleicht mehr als jede andere den Geist von Freiheit verströmt.

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Freiheit – zum Ersten

Während ich diese Zeilen hier schreibe, läuft im Hintergrund N24 mit aktuellen Berichten zu einem erneuten Terroranschlag in Frankreich. In Nizza ist ein LKW während eines Feuerwerks anlässlich des Französischen Nationalfeiertages in eine Menschenmenge gerast.

Mehr als 80 Menschen sind zu Tode gekommen, über 100 Menschen zum Teil schwer verletzt. Darunter mindestens 10 Kinder. Eine Lehrerin und zwei Schülerinnen aus Berlin, die in Nizza zur Abschlussfahrt anläßlich des bestandenen Abiturs waren, gehören ebenfalls zu den Opfern. Als ich die Nachricht heute früh auf dem Ticker gelesen habe, war mein erster Gedanke: schon wieder. Und als zweites: hört das denn nie auf. Dennoch konnte ich das Ausmaß nicht wirklich begreifen. Wie sollte es auch sein? Das menschliche Hirn ist darauf programmiert, bei Sachen, die zu entsetzlich sind, um von uns verarbeitet zu werden, einfach abzuschalten. Das Unfassbare ausblenden und im Autopilot weiter machen. Doch dann habe ich ein Video auf Youtube gesehen. Eine Menschenmenge an einem Sommerabend.

Wir haben es in der Hand…

Männer in kurzen Hosen, Frauen in leichten Sommerkleidern. Gelächter und Musik liegt in der Luft. Kinder, die an den Händen ihrer Eltern durch die fröhliche Menschenmasse hüpfen, geborgen und sicher. Ein Mann, der ein kleines Kind auf seinen Schultern trägt, läuft durch das Bild. Eine Sekunde später rast der LKW in die Menschen hinein. Gräbt sich unbarmherzig eine Schneise. Hinterlässt Tod und Verwüstung. Wer kann sowas begreifen?

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