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Alltag der das Herz zerfrisst – Teil 1

Der moderne Mensch ist den ganzen Tag auf der Jagd. Insofern unterscheiden wir uns gar nicht so sehr von unseren Steinzeit-Vorfahren. Der Unterschied liegt lediglich in der Motivation.

Unsere Vorfahren sind losgezogen, haben gemeinschaftlich ein Mammut erlegt (wenn sie Glück hatten), ein paar Fische gefangen oder wilde Rehe in die Falle getrieben. Nach einem anstrengenden und erlebnisreichen Tag, sind sie müde und um ein paar Schrammen und Erfahrungen reicher, mit ihrer Beute zurück in die heimatliche Höhle getrottet und haben sich von ihren Höhlenfrauen ausgiebig loben lassen. Oder ausschimpfen, wenn sie mit nur ein paar mickrigen Schneehühnern heimkehrten und noch dazu nach vergorenem Obst gerochen haben. Dieses Leben war zweifellos unbequemer, gefährlicher und entbehrungsreicher, als unser heutiges. Aber mal ehrlich, all die Höhlenzeichnungen, Werkzeuge und andere Hinterlassenschaften unserer Vorfahren, die wir bis heute gefunden haben, lassen nicht unbedingt darauf schließen, dass es unseren Steinzeit-Großeltern jemals langweilig war. Oder haben Sie schon mal eine Höhlenzeichnung gesehen, auf der die Steinzeitmenschen trübsinnig ins Feuer starren und sich darüber beschweren, dass nichts Vernünftiges kommt? Eben.

Natürlich war das Leben damals deutlich anders. Einfacher und aufs wesentliche reduziert. Aber jedes Mitglied einer Gemeinschaft, ob in der Höhle oder in der Steppe, hatte eine feste Aufgabe und war ein wichtiges und unentbehrliches Glied in der Kette. Jede Hand, jeder Fuß und jeder Kopf wurden auf die eine oder andere Weise gebraucht. Und was der eine nicht konnte, wurde von einem anderen erledigt, dem diese Aufgabe schlicht und einfach mehr lag. Selbstverständlich gab es damals keine großen Wahlmöglichkeiten. Männer hatten zu jagen und Frauen hatten auf den Nachwuchs zu schauen. Das hatte aber nichts mit mangelndem Respekt oder Unterdrückung zu tun. Im Gegenteil. Diese Verteilung hatte schlicht und einfach praktische Gründe. Männer waren (und sind) in der Regel größer und stärker. Können schneller laufen und sich besser auf eine ganz bestimmte Sache, zum Beispiel ein fliehendes Mammut, konzentrieren (Mehrere Sachen gleichzeitig bereiten Männer dagegen größere Probleme. Also solche Dinge wie: gleichzeitig den Toilettendeckel schließen und die leere Klopapierrolle wegwerfen und eine neue in den Halter stecken. Unlösbar). Zudem war so eine Mammutjagd eine gefährliche Sache. Nicht alle Jäger, die auszogen, um Nahrung zu jagen, sind auch wieder in einem Stück zurückgekehrt, wenn sie die Jagd denn überhaupt überlebten.

To be continued…

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