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Kategorie: Eltern sein dagegen sehr…

Liebevoll Grenzen setzen

Als ich heute Morgen meinen jüngsten Sohn in die KiTa brachte, lag auf seinem Garderobenplatz ein Buch mit dem Titel Liebevoll Grenzen setzen: Durch Liebe und Konsequenz zur Selbstständigkeit erziehen. Nun ist mein Jüngster gerade 15 Monate alt geworden und von der Selbstständigkeit noch meilenweit entfernt. Auch mein Großer ist mit seinen 15 Jahren zwar schon ein paar Schritte weiter, aber auch er würde wahrscheinlich nach spätestens zwei Wochen Elternurlaub nur noch schmutzige Kleidung zum Anziehen haben (nicht, dass ihn das stören würde). Von Selbstständigkeit also keine Spur…

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Management meets parenting

Wer sich heute dazu entschließt Kinder in die Welt zu setzen, der geht das Ganze als großangelegtes Projekt an. Management meets Parenting – ich frage mich, ob es dazu schon Workshops gibt…Wenn nicht, ist es nur noch eine Frage der Zeit.

Einfach so schwanger werden? Wie kann man nur…Als erstes wird ein perfekter Befruchtungszeitpunkt definiert. Mond und Sterne und mögliches Geburtsdatum errechnet, um anschließend der Schwangeren in spe eine rundum Optimierung angedeihen zu lassen. Ein ausgeklügelter Ernährungsplan, mit zusätzlichen Vitamingaben gehört dabei genauso zum Programm wie vorsorgliches Beckenbodentraining und autogenes Training, um Körper und Geist möglichst befruchtungsfreundlich werden zu lassen. Der perfekte Brutkasten sozusagen. Wenn der Nährboden dann also optimal vorbereitet ist, dann geht es in medias res. Klamotten runter und ran an die Eizelle. Aber möglichst nur zum optimalen Zeitpunkt. Also erst dann, wenn Temperaturkurve, Zervixschleim und ein großer Smiley signalisieren: „Es geht loohhoos.“

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Und ewig läuft die Schnupfennase

Manchmal habe ich das Gefühl, dass Babys ständig erkältet sind. Kaum ist der eine Schnupfen verschwunden, schon lauert der Nächste hinter der Ecke. Ist ja auch kein Wunder, die stopfen ja auch alles in den Mund. Oh…da liegt ein Blatt auf dem Boden! Mal probieren, ob das anders schmeckt, als der Kieselstein, den ich vorhin hatte. Und da liegt ein gebrauchtes Tempo. Toooooll! Mal schauen, ob ich das noch auslutschen kann.

Kinder sind super. Kinder sind toll. Aber wenn die nicht alles immer in den Mund stecken würden, wären sie auch nur halb so oft krank. Apropos in den Mund stecken. Das hört ja bei Blättern, Kieselsteinen und Regenwürmern noch lange nicht auf. Von ihren Mitmenschen und Mitkindern mal gar nicht zu sprechen. “Du schaust nett aus, du schmeckst bestimmt auch gut”. Uuuuund Schleck, Schmatz, Schlürf, wird Jessica-Chantall nach Herzenslust abgeknutscht und abgeleckt. Und das Ganze wird auch noch pädagogisch und gesellschaftlich toleriert. Ist halt die orale Phase. Der muss alles mit seinem Mund erfühlen, um die Welt mit allen Sinnen zu begreifen. Bloß nicht schimpfen, das behindert ihn bei der Entfaltung seiner Persönlichkeit….

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