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Voll das Leben Beiträge

Die Sicherheit der Höhle

Kehren wir noch einmal zurück zu unseren Vorfahren, den Höhlenmenschen. Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum die Menschen damals in Höhlen lebten (Nicht alle natürlich. Manche Höhlen gehörten auch den Bären. Und die wollten keine Untermieter). Schließlich hielten sich damals sowohl die Umweltverschmutzung, als auch die Population in Grenzen. Und so eine Nacht unter dem Sternenhimmel ist doch sehr romantisch. Warum also nicht in der freien Natur leben?

Ganz einfach. Die freie Natur war mit mannigfaltigen Gefahren verbunden. Wilde Tiere, die sich noch genau da aufhielten, wo sie hingehören – nämlich in der Natur und nicht im Zoo – und die diese neue Spezies noch nicht als Welten-Unterwerfer betrachteten, sondern als Futter. Regen von oben, Krabbeltiere von unten, Wind von der Seite – nein so richtig gemütlich war das auch nicht.

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Warum Komfortzonen Gefahrenzonen sind Teil 1

Und? Haben Sie sich wiedererkannt? Ganz oder in Teilen? Erschreckend, nicht wahr? Da leben wir in einer Zeit voller Individualisten, betonen Tag für Tag unsere Einzigartigkeit und sind am Ende doch alle gleich. Julia und Christian befinden sich bereits vor dem Frühstück in einem Hamsterrad, in das sie sich selbst hineinmanövriert haben. Das Gemeine daran ist, dass sie das weder geplant, noch beabsichtigt, noch gewollt haben.

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Berg Fidel

In der bayerischen Bildungslandschaft wird derzeit mit erbitterter Verbissenheit um das Wohl der Kinder im Freistaat gestritten. Der Kern der Diskussion dreht sich um die drängende Frage, ob G8 oder G9 die Kinder zum wahren Glück führen soll.

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Ein durchschnittliches Leben

Der Frage nach dem Durchschnitt auf den Grund zu kommen, ist eine der Hauptaufgaben des statistischen Bundesamtes. Unsere Durchschnittsfamilie besteht demnach[1] auch heute noch aus einem Mann und einer Frau, die miteinander verheiratet sind. Der Mann ist älter als die Frau und gemeinsam betreuen sie 1,6 minderjährige Kinder. Beide sind berufstätig und sie haben ein gemeinschaftliches monatliches Nettoeinkommen zwischen 2600 € und 4500 €. Die Frau arbeitet Teilzeit und der Mann Vollzeit. Für unsere Durchschnittsfamilie nehmen wir außerdem an, dass beide im öffentlichen Dienst beschäftigt sind. Sie arbeitet im Standesamt und er ist Führungskraft bei der Bundesagentur für Arbeit. Aus den durchschnittlich 1,6 Kindern machen wir runde zwei. Ein Junge und ein Mädchen. Das Mädchen ist in der vierten Klasse Grundschule und der Junge im letzten Kindergartenjahr. Die Geschwister heißen Lena und Max, die Eltern Julia und Christian, mit Nachnamen Müller. Julia und Christian sind 36 und 39 Jahre alt, die Kinder sind neun und fünf und unsere Familie lebt in einer Wohnung zur Miete in einer mittelgroßen Stadt in Bayern.

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Alltag der das Herz zerfrisst – Teil 2

Zum Schutz der Gemeinschaft sollten sich die Frauen den Gefahren der Jagd gar nicht erst aussetzen. Denn Frauen waren (und sind) etwas Besonderes. Sie schenken neues Leben. Eine Sache, die Männern, so sehr sie es auch möchten, niemals gelingen wird. Deswegen wurden Frauen mit Respekt und Hochachtung behandelt. Eine Sache, die übrigens bis weit ins 19. Jahrhundert so war. Frauen haben schon immer die politischen und geschäftlichen Fäden gezogen. Sie zeigten es nur nicht so deutlich, wie ihre männlichen Kollegen. Erst im Edwardianischen Zeitalter hielt die Prüderie Einzug in Europa und damit auch in allen kolonialisierten Gebieten der bekannten Welt. Frauen galten mit einem Mal als unrein und sündenreich. Mussten ihre Knöchel bedecken (Man stelle sich vor: Huch, ein Knöchel!), durften auf gar keinen Fall zeigen, dass sie Beine hatten und denken sollten sie, bitte schön, auch nicht. Der Sündenfall der Frau wurde erst Mitte des 20. Jahrhunderts wieder langsam aufgehoben. Aber bis heute wirkt das Erbe der viktorianischen Zeit nach. Frauen müssen sich entscheiden, ob sie Familie oder Karriere haben wollen – denn beides ginge ja wohl nicht. Und selbst wenn, dann beschweren sich die meisten Frauen selbst derart mit Selbstzweifeln und Vorwürfen, dass sie sich schlussendlich doch für den einen oder den anderen Weg entscheiden.

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Alltag der das Herz zerfrisst – Teil 1

Der moderne Mensch ist den ganzen Tag auf der Jagd. Insofern unterscheiden wir uns gar nicht so sehr von unseren Steinzeit-Vorfahren. Der Unterschied liegt lediglich in der Motivation.

Unsere Vorfahren sind losgezogen, haben gemeinschaftlich ein Mammut erlegt (wenn sie Glück hatten), ein paar Fische gefangen oder wilde Rehe in die Falle getrieben. Nach einem anstrengenden und erlebnisreichen Tag, sind sie müde und um ein paar Schrammen und Erfahrungen reicher, mit ihrer Beute zurück in die heimatliche Höhle getrottet und haben sich von ihren Höhlenfrauen ausgiebig loben lassen. Oder ausschimpfen, wenn sie mit nur ein paar mickrigen Schneehühnern heimkehrten und noch dazu nach vergorenem Obst gerochen haben. Dieses Leben war zweifellos unbequemer, gefährlicher und entbehrungsreicher, als unser heutiges. Aber mal ehrlich, all die Höhlenzeichnungen, Werkzeuge und andere Hinterlassenschaften unserer Vorfahren, die wir bis heute gefunden haben, lassen nicht unbedingt darauf schließen, dass es unseren Steinzeit-Großeltern jemals langweilig war. Oder haben Sie schon mal eine Höhlenzeichnung gesehen, auf der die Steinzeitmenschen trübsinnig ins Feuer starren und sich darüber beschweren, dass nichts Vernünftiges kommt? Eben.

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Helau und Alaaf

Das letzte Wochenende vor Rosenmontag ist traditionell das Faschingsumzugswochenende. Selbst die knurrigen Allgäuer haben diesen Spaß für sich entdeckt. Und so manch ein “Mäschkerer” befindet…

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Das Marmeladenglasdilemma

Jeder, der von einem Angestelltenverhältnis in die Freiberuflichkeit wechselt, weiß, dass es etwas ganz und gar anderes ist, nur noch für sich selbst und die eigenen Aufträge zu arbeiten. Klar – es gibt auch als Freie den ein oder anderen Auftrag, den man in der Rückschau lieber nicht angenommen hätte. Aber aus solchen Erfahrungen lernt man. Und hin und wieder, meistens dann, wenn man sich um Abrechnungen, den Steuerberater oder Akquise kümmern muss, flucht man auch mal leise vor sich hin und wünscht sich kurz zurück in ein geregeltes Angestelltenverhältnis. Aber auch wenn ich das hin und wieder vermisse, so gibt es doch (mindestens) eine Sache, auf die ich ganz und gar verzichten kann: die wöchentlichen Teamsitzungen. Denn, mal ehrlich, mit Team hat so etwas meistens wenig zu tun. Vielmehr verfallen die MitarbeiterInnen in einen mehr oder weniger angenehmen Halbschlaf, während die Vorgesetzten das machen, was sie meistens am Besten können: von sich selbst sprechen. Und rückt doch einmal ein anderes Detail in den Fokus ihrer Aufmerksamkeit, so wird daraus meist ein unfreiwillig komischer Selbstläufer. In etwa so:

Montag Morgen. Teambesprechung. Ort des Geschehens: Ein Besprechungszimmer, das an eine Küche angrenzt.

Teilnehmer: Chef, Ausbilder, Hausmeister, Vorzimmerdame, Techniker, Strategischer Manager und Bufdi.

Vor der Besprechung will der Chef eine Flasche Mineralwasser aus dem Kühlschrank holen. Dabei wurde ein besonders schwerwiegender Verstoß gegen Ordnung und Sauberkeit festgestellt.

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